Vertiefungsreihe Anthroposophische Pharmazie und Arzneitherapie
Mineralische Kompositionen nach dem Vorbild von Heilpflanzen
Solutio Ferri comp. – Urtica dioica
Samstag, 25. April 2026, 9.30 – 17.00 Uhr
Weleda AG, Dychweg 14, 4144 Arlesheim
Die Herstellung «Mineralischer Kompositionen nach dem Modell von Heilpflanzen» geht auf eine Anregung Rudolf Steiners zurück (vgl. u.a. 28.10.1922, GA 314). Sie stellt einen eigenständigen pharmazeutischen Ansatz dar, der nicht in den überlieferten Traditionen zu finden ist, sondern konsequent aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft heraus entwickelt wurde.
Im Unterschied zu pflanzlichen Arzneimitteln wird dabei nicht die Pflanzensubstanz selbst verarbeitet. Vielmehr werden Präparate hergestellt, die ausschliesslich aus mineralischen Komponenten bestehen. Grundlage für den pharmazeutischen Prozess bei der Herstellung ist die genaue Beobachtung, wie eine bestimmte Heilpflanze mit den Stoffen umgeht: Welche Prozesse vollzieht sie beim Wachsen, beim Umwandeln und beim Strukturieren von Substanzen auch jenseits dessen, was rein analytisch-chemisch erfasst werden kann? Diese charakteristischen Substanzprozesse werden im Labor gezielt nachgebildet. Rudolf Steiner beschreibt diesen Vorgang als die Schaffung eines „Funktionszusammenhangs“.
So entsteht ein Heilmittel, das aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung einen starken Bezug zur Ich Organisation aufweist, was ihm eine spezifische therapeutische Wirkrichtung verleiht. Diese Tatsache ist grundlegend, da in Zukunft gerade das Verhältnis des menschlichen Organismus zum Ich intensiver werden wird.
In dieser vertiefenden Fortbildung wird am Beispiel der Brennnessel und ihrer mineralischen Komposition „Solutio Ferri comp.“ aufgezeigt, wie solche Arzneimittel hergestellt werden und welche Gesichtspunkte für ihren praktischen Einsatz relevant sind.
