Anthroposophische Pharmazie

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Anthroposophische Pharmazie versteht sich als eine Erweiterung der Pharmazie durch das anthroposophische Verständnis von Mensch und Natur, die durch ihre gemeinsame Evolution miteinander verwandt sind. So können Stoffe und Kräfte aus den Naturreichen zu Arzneimitteln für den Menschen werden.
Daraus ergeben sich auch besondere Anforderungen für die Arzneimittelfindung, die Herstellung der Arzneimittel, die Beratung und die Anwendung.
Es werden natürliche Roh- und Ausgangsstoffe verwendet und mit allgemein bekannten pharmazeutischen Verfahren, sowie speziellen anthroposophischen Herstellungsverfahren verarbeitet, wie z.B. Aufschluss- und Umlagerungsmethoden für mineralische Präparationen.

Seit dem 01.01.2009 ist die Monographie „Anthroposophische Zubereitungen“
in der Pharmacopoea Helvetica 10 gültig.
Am 01.09.2013 ist das Supplementt 11.1. der Pharmacopoea Helvetica in Kraft getreten mit der revidierten Monographie „Anthroposophische Zubereitungen“ . Darin wurde das Kapitel 17.7. „Herstellungsmethoden für anthroposophische Zubereitungen“ neu aufgenommen.
2017 wurde von der International Association of Anthroposophic Pharmacists (IAAP)  bereits die 4. Auflage des Anthroposophic Pharmaceutical Codex (APC) herausgegeben. Der APC gibt einen vertieften Einblick zu den in der anthroposphischen Pharmazie verwendeten Substanzen und Herstellungs-Prozessen.